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    Rambo brachte sie zusammen: Claudia Ernst und Olaf Mönig

    Die beiden erlebt man am besten zusammen. Mit Olaf Mönig und Claudia Ernst kann man gut ins Quatschen kommen. Sie bringen berufliches Wissen aus sehr unterschiedlichen Bereichen zusammen, haben ein gemeinsames großes Interesse an Kunst – und natürlich am Wassersport – und sie haben eine lustige Geschichte als Paar. Alles zusammen genommen, ist das eine unschlagbare Kombination.

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    Märchenwald und Savoir-vivre

    Wenn 14 KCHler 4 bzw. 5 Tage zusammen paddeln, wandern, radeln, kochen, essen (lecker!), trinken (kaum!), singen und flanieren, gibt es viel zu erzählen.
    Damit dieser Bericht nicht zu ausufernd wird, folgt nur eine kurze Zusammenfassung mit einigen unvergesslichen Höhepunkten.

    Tag 1

    Einige sind schon am Tag vorher zur Paddlergilde Kehl angereist und genießen den ersten kühlen Sonnentag zur Erkundung Straßburgs (nur einmal über die Brücke!) zu Rad, zu Fuß oder mit dem Bähnle durch die Stadt, bevor abends die „werktägige Masse“ aufschließt.
    Fahrtenleiter Siegfried und seine aus Berlin angereiste Partnerin Ingrid gehören zwar auch dieser Klientel an, sind aber zur Vorbereitung der Tour inklusive des Entzündens des antiken Ölofens im Vereinsheim schon seit Montag dort.

    Tag 2


    Nach dem ersten gemeinsamen Frühstück Boote auf den Hänger und die Autos laden und zur Einsatzstelle der ca. 17 km langen „Straßburg-Rundtour“ (Canal de la Marne au Rhin au Li au Ar) starten. 13 Kanutinnen und Kanuten – davon 2 ü70 bei ihrer ersten Kanadier-Tour! – erlebten eine phantastische Fahrt durch die Grachten von „Klein-Paris“. Hinter jeder Biegung ein anderes Bild und auch die Mittagspause konnte bei zwar sehr kühlen Temperaturen, aber immerhin einigen Sonnenstrahlen eingenommen werden.
    Nach der Rückkehr zum Bootshaus und ausgiebigem Aufwärmen unter den heißen Duschen des benachbarten Yachtclubs ging es mit der Straßenbahn wieder über den Rhein. In einer echten elsässischen „Winstub“, von Siegfried großartig ausgewählt, mit engen Holzbänken und hoher Wärmeentwicklung, wurden alle kulinarischen Genüsse erfüllt.
    Der Nussschnaps im Vereinsheim passte trotzdem noch!

    Tag 3

    Ein sonniges Osterfrühstück mit liebevoll gebastelten Osternestern von Marlis, die auch zuvor schon die Deko gestaltet hatte, erwartete die Runde.
    Neben den zwei Nicht-Paddlern vom Vortag und zwei Aussteigern mussten leider zwei weitere MitstreiterInnen aus gesundheitlichen Gründen die Heimfahrt antreten.
    Da waren’s nur noch 8 Kanuten, die zur nächsten ca. 14 km langen Tour durch das Groschenwasser, beginnend am Baggersee Mittelgrund, aufbrachen.
    Es folgte eine wunderschöne Fahrt durch einen Märchenwald mit vielen Windungen, Sträuchern, Totholz, Stauwehren und Hunderten von Vögeln. Die Pausenstelle gestaltete sich etwas knifflig, so dass die Anlegemanöver schon mal unorthodox ausfielen.
    Abends Einkehr in den benachbarten Yachtclub mit viel Wartezeit, aber leckerem Essen und herrlichem Blick über den Rhein bei Sonnenuntergang.

     

     

    Tag 4

    Da waren’s nur noch 6… Zwei Damen mussten ihren lahmen Muskeln etwas Erholung schenken, außerdem wurden diese nachmittags beim Sturm zur Sicherung der neuen Markise am Wohnwagen dringend gebraucht und zur Vorbereitung des Büffets für den Grillabend.
    Die ausdauernden 6 Kanutinnen und Kanuten waren fast 10 Stunden unterwegs, um die Anfahrt zum sagenumwobenen Taubergießen, das Vorbringen der Autos, die sich durch eine herrliche Landschaft windende 15 km lange Paddelstrecke (samt Umtragen), das Aus-den-Sträuchern-retten (diesmal Materialschaden!) und das Espresso-Kochen und Sprit tanken zu vollbringen.
    Gut, dass der Grill schnell „angeschmissen“ war und das kalte Büffet im Bootshaus bereitstand. Nach ausreichender Stärkung ging es zum ersten Rudelsingen des KCH im Stuhlkreis. Drei FreundInnen von Siegfried und Ingrid waren zur musikalischen Unterstützung angereist.


    Bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“ kam es zu gesanglichen Höhepunkten, während die langsamen Balladen eher in den alkoholischen Getränken versanken.
    Nach Abschluss des musikalischen Teils gab es um Mitternacht einen weiteren Höhepunkt: das Anstoßen auf den Geburtstag eines gewissen Lars B. aus H. Eine Fortsetzung der Feier gab es an

    Tag 5

    Geburtstagsfrühstück, Ostereier suchen auf dem Gelände, (Osterhase = Fahrtenleiter?!) Gruppenfoto, Abschied von 4 MitstreiterInnen, dann Fahrt mit der Straßenbahn nach Kehl, wo eigentlich eine gemeinsame Bootsfahrt (mit Motor!) durch Straßburg geplant war, die aufgrund der langen Wartezeit in eine Bähnchen-Fahrt umgewandelt wurde. Durch Bestechen des Fahrpersonals (Danke Klaus!) durfte sogar Carlos mitfahren! (Wer ist Carlos? Auflösung in der nächsten Ausgabe!)
    Eisessen im Schatten bei gefühlten 3 Grad, Rödeln am Verein und gemeinsames Linsen-Eintopf-Essen zum Abschluss samt Leeren der Eierlikör-, Sekt- und übriger Reserven rundeten den Tag ab.

    Abschied


    Nach Frühstück und diversen Reinigungsaktionen mussten noch zwei Wohnwagen, ein Wohnmobil und ein PKW beladen werden. Beim besonderen Ausholen eines Wohnwagengespanns wegen einer erwarteten Wohnmobildurchfahrt kam es zu einer geräuschvollen Abstoßungsreaktion an einem geparkten PKW. Schreck, Fluchen, Regeln, Runterkommen!
    Unisono: Kann jedem passieren, Hauptsache kein Personenschaden!

    Fazit: Ein bisschen Schwund ist immer… an Personen, an Material, an Nussschnaps…!
    Dagegen steht ein Plus an Spaß, Gemeinschaft und Muskeln.
    Also: ersteres minimieren, zweites ausbauen. Auf ein Neues!
    Herzlichen Dank an Siegfried für die Vorbereitung und die tollen Touren.
    (Dorothe Falkenstein)

     

    Fotogalerie

    (Ein Bild anklicken öffnet die Galerieansicht)

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    Ruhr Rallye: Medaillen und leichte Kopfgefährdung

    Sonnenschein, Medaillen und leichte Kopfgefährdung – die Kanu Ruhr-Rallye NRW hatte in diesem Jahr wirklich alles zu bieten!


    Mit drei Kanut*innen ging unser Verein an den Start. Die Ruhr zeigte sich von ihrer schönsten Seite, das Wetter war perfekt und die gute Laune paddelte praktisch von allein mit.
    Doch beim Umtragen der Boote wurde klar: Heute wird nicht nur gepaddelt, sondern auch auf spontane Ausweichmanöver trainiert. Besonders ein Mitpaddler sorgte dabei unfreiwillig für Unterhaltung, als sein geschultertes Boot den Mitstreiter*innen mehr als einmal verdächtig nahe kam – und gelegentlich auch direkten Kopfkontakt herstellte. Helmtragen wäre an Land also vielleicht keine schlechte Idee gewesen.


    Auf dem Wasser lief es dafür deutlich kontrollierter – und vor allem wunderschön. Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen paddelten wir durch eine wunderschöne Kulisse. Besonders schön: Mehrere Eisvögel saßen am Ufer auf Ästen und auch ein Nutria hat uns ein Stück begleitet.
    Am Ende konnten wir eine Goldmedaille sowie zwei Bronzemedaillen mit nach Hause bringen (sowie eine Beule am Hinterkopf).
    Die Ruhr-Rallye NRW war damit nicht nur sportlich ein voller Erfolg, sondern auch ein rundum gelungener Tag auf dem Wasser.
    (Rike Bleckmann)

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    Ab jetzt ist Saison

    Unsere Terrasse war brommelbrammel voll, als die Kajaks und Kanadier angelegt hatten und der Kaffee gereicht war. Und ja, ich weiß, das Wort gibt es nicht. Aber ab und zu muss man ein Wort erfinden, um eine Sache richtig zu beschreiben.

    Morgens war es noch etwas frisch gewesen. Machte aber nichts, weil wir ein bisschen Zeit gebraucht hatten, um in die Gänge zu kommen. Wir hatten die Boote per Hänger zum KVS Schwerte gebracht. Und so ab 11 Uhr stiegen die Temperaturen langsam in Richtung Tageshöchstwerte von 15-16 Grad bei Sonne und Rückenwind.

    Das Vereinsgelände ins Schwerte ist einfach schön, und das Freizeitdrumherum schmeckte nach voller Lust auf Saisonbeginn. Die Ruhr führte recht ordentlich Wasser und gut gelaunt pfügten wir 29 Paddel durch den Fluss. Anke und Jörg legten kurz vor dem Stauwehr Westhofen noch einen beeindruckenden Drachenbootspurt hin und erklärten lässig, dass sie dieses Tempo schon seit Schwerte halten. Hm… ich recherchiere in der Sache noch…

    Am Stauwehr Westhofen ein paar mal ins Bütterken beißen, Boote schieben und weiter unten ins Wasser schubsen, dann waren wir wieder in unserem Revier. Take the long way home…

    Meine geplante Cinemascope-Aufnahme für einen prächtigen Monumentalfilm über die sonnenerleuchtete Durchfahrt der Kanuten unter der Eisenbahnbrücke Richtung Hengsteysee zum feierlichen Empfang am heimischen Steg muss leider durch pixelige Handyfotos ersetzt werden, weil die Drohne eine sehr rätselhafte Fehlermeldung abgab und fortan streikte. Aber die Heimfahrt ist auch so ausreichend zuverlässig dokumentiert und endete, wie schon erwähnt auf der Terrasse des KCH – immer noch bei feinem Früh-Frühlingswetter.

    Die Saison hat angefangen. Wir sind wieder da. Juchhe. Und hier ist die kleine Bildergalerie dazu – und es ist Iris Lollert, die auf dem Titelbild des Newsletters zu sehen ist.

    (Ralf Schaepe)

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    Podcast nur für Paddler

    Mit Podcasts ist das so eine Sache: Es gibt Leute, die können fast gar nicht mehr ohne. Und es gibt Leute, die wissen gerade mal, dass es so etwas gibt, haben aber noch nie einen verfolgt. Wenn sie dann zum ersten mal reinhören, gehören sie bald zu denen, die fast gar nicht mehr ohne können.

    Ein Podcast verfolgt konzentriert und so lange wie es nötig ist ein Thema. Und mit dem „Paddelschlag“ gibt es einen  Podcast vom Kanuverband NRW nur für Paddler. Zeit für ein Interview mit Jens Lüthge, er ist einer der Macher des „Paddelschlag“.

    Kanu-NRW-Geschäftsführer Jens Lüthge (links) mit Podcastmoderator Axel Tillmanns

     

     

    Jens, wie seid Ihr auf die Idee gekommen, den Podcast „Paddelschlag“ zu machen?

    Es gab schon länger Überlegungen den Kanusport auf digitalen Wegen mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Beim Blick in die Podcast-Landschaft war dann schnell klar: Einen umfassenden, regelmäßigen Podcast für Kanusport gab es in dieser Form noch nicht. Gleichzeitig gibt es sehr viel über den „schönsten Sport der Welt“ zu erzählen. Ausschlaggebend war dann ein Gespräch mit unserem Wandersport Fachwart Marc Huse und dem Moderator der „World of Paddling“ Axel Tillmanns auf der BOOT 2024. Das war der Impuls, den es benötigte, um das Projekt zu starten.

    Wie haben sich die Klickzahlen seit der ersten Episode entwickelt?

    Wir bemerken, dass es eine gewisse Masse an Stammhörern gibt. Es gibt aber dennoch starke Schwankungen bei den verschiedenen Folgen, die sicherlich größtenteils an der Themenauswahl liegen. Es gibt daher Folgen mit nur 300 Abrufen, aber auch Themen Folgen mit knapp 1.000 Abrufen.

    Wie findet Ihr Eure Themen?

    Grundsätzlich möchten wir die Vielfalt des Kanusports – speziell in NRW – darstellen. Dabei haben wir uns zunächst an den Fachsparten und verschiedenen Disziplinen orientiert. In den ersten Folgen haben wir also unsere Expert*innen des Verbandes zu Wort kommen lassen. Es gibt kaum bessere Interview-Partner als unsere ehrenamtlich engagierten Personen, die sich für ihre Disziplin tagtäglich einsetzen und darin eine absolute Expertise aufweisen. Nach der Vorstellung des Sports und dessen Ausprägungen sind wird dann relativ schnell zu wichtigen Zukunftsthemen für unseren Sport übergegangen. Das Format wollten wir unbedingt auch nutzen, um vereinsrelevante Themen wie Digitalisierung und Kommunikation im Verein unterzubringen.

    Die Produktion lief zumindest zeitweise in einem professionellen Radiostudio. Hier: Axel Tillmanns mit Kanu-NRW-Jugendfachkraft Sandra Scholzen.

    Wie aufwendig ist es, so einen Podcast zu machen?

    Da kommt einiges zusammen. Allerdings gehen die einzelnen Arbeitsschritte mittlerweile doch recht fix. Nach der Themen- und Gesprächspartnerauswahl kommt es zur inhaltlichen Vorbereitung der Folge. Hier werden Fragen zusammengestellt, die das Thema vielseitig beleuchten. Dann wird mit Moderator und Gesprächsgast ein Termin koordiniert. Die Aufnahme selber dauert dann inkl. Vorbesprechung etwa 1,5 Stunden. Der größte Aufwand ist die Postproduktion, das übernimmt dankenswerterweise unser Moderator Axel Tillmanns ehrenamtlich. An dieser Stelle dafür nochmals ein herzliches DANKESCHÖN! Zuletzt erfolgt die Distribution – also die Veröffentlichung und Bewerbung der Folge auf unseren Kommunikationskanälen Homepage / App, Instagram und Facebook.

    In welchen Abständen erscheint der Paddelschlag?

    Die Podcast Folgen sollen im Abstand von 4 Wochen erscheinen. Dies ist manchmal durchaus ein sportliches Timing, da sowohl der Moderator, als auch die Gesprächsteilnehmer in der Regel ehrenamtlich agieren.

    Kann ich den Paddelschlag abonnieren, und wenn ja: Wie?

    Ja, das ist natürlich möglich. Auf den Plattformen auf denen der Podcast erscheint gibt es meist ein kleines Symbol mit einer „Glocke“. Wenn man dort darauf klickt, verpasst man keine Folge mehr. Vielleicht noch ganz interessant: Der Podcast kann auch ganz normal über einen Internet-Browser abgespielt werden. Man braucht also kein Abo oder ähnliches. www.paddelschlag-podcast.podigee.io

    Die Fotos zeigen Euch in einem professionellen Aufnahmestudio. Wie seid Ihr daran gekommen?

    Wir hatten das Glück, dass wir im Abendbereich ein Radiostudio nutzen konnten. Das ist seit Anfang des Jahres leider nicht mehr nutzbar. Wir haben allerdings eine sehr gute Alternative gefunden.

    Für Podcaster oder solche, die es werden wollen: Welches Equipment empfehlt Ihr Leuten, die mit einem Podcast starten wollen?

    Das bin ich leider etwas überfragt, da die technische Seite unser Moderator Axel betreut.

    Axel Tillmanns mit dem Sportmarketingexperten und LSB-Berater Dirk Schröter.

    Als Podcastplattform ist podigee allerdings durchaus empfehlenswert. Darüber kann der Podcast sehr einfach eingespielt werden. Zudem können die Folgen darin analysiert werden und auch Statistiken abgerufen werden.

    Ihr seit jetzt seit gut 1  3/4 Jahren on air. Welche Reaktionen habt Ihr von den Paddlern bekommen?  

    Bislang eigentlich nur positives Feedback und ein paar Anregungen, die wir versuchen einfließen zu lassen. Meist kommt das Feedback dann auch direkt bei den Gesprächspartnern an. Kürzlich hatten wir die Anregung mehr weibliche Gesprächspartner*innen in den Podcast aufzunehmen. In der Tat sind Frauen noch etwas unterrepräsentiert – genau wie übrigens in den meist ehrenamtlichen Ämter in den Vereinen. Aber wir nehmen diese Wünsche auf und versuchen sie umzusetzen. Dadurch können wir auch ein Zeichen setzen.

    Welchen Vorteil bietet euch ein solches Format?

    Aus meiner Sicht haben wir ein neues, zeitgemäßes Format, um den Kanusport darzustellen und die Lücke im Bereich der Podcasts zu schließen. Andererseits können wir Kanut*innen und Vereine auf diesem Weg mit Informationen versorgen und auch gelegentlich einige Ideen, Impulse und Denkanstöße zu geben, die sie für die eigene Sportausübung oder Vereinsarbeit einsetzen können. Beispielsweise haben wir anfänglich auch stark das Thema „Sicherheit“ inhaltlich betont. Als Verband können wir somit außerdem auch unsere Leistungen und Services nochmals gut platzieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass unsere Folgen möglichst zeitlos sind und auch später noch gut hörbar sind. Vielleicht haben einige Kanut*innen ja das Format Podcast noch gar nicht für sich entdeckt. Aber das kann ja noch kommen.

    Plant Ihr auch, Touren für Wanderfahrer zu besprechen oder zu empfehlen?

    Die zukünftigen Themen sind noch recht offen. Grundsätzlich wollen wir uns nicht zu sehr einem bestimmten Thema im Kanusport widmen, ab der das Thema Fahrtenplanung ist sicherlich eine großes und relevantes Thema, das eine ganz Folge wert ist. 😉

    (Ralf Schaepe)

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    Und ewig lockt das gute Gemüse…

    Traditionell begannen wir das neue Jahr mit unserer Grünkohlwanderung.

    35 Vereinsmitglieder trafen sich am 18.Januar bei herrlichem Winterwetter in der Selbecke am Hotel Auf´m Kamp. Von dort ging es durch das Selbecker Bachtal über 2 Strecken hinauf zum Kaiser Friedrich Turm. In der wirklich gemütlichen Turmgaststätte gab es für die eifrigen Wanderer eine kleine Stärkung.

    Wir konnten auf den Kaiser Friedrich Turm steigen und hatte einen tollen Ausblick bis zum Westfalenstadion. Nach dieser recht ausgedehnten Pause ging es dann zügig zurück zum Hotel Auf´m Kamp und wurden dort mit reichlich Grünkohl empfangen. Es wurde viel gequatscht, gelacht und nach 2 Stunden traten wir satt und zufrieden den Heimweg an.
    (Ralf Kuhenne)

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    Kanupoloteam sucht Kanupolospieler

    Es war einst eine Tradition beim Kanu-Club Hagen und erlebt nun eine kleine Renaissance: die Kanupolo-Abteilung hat sich im Sommer 25 neu gegründet. Kanupolo, nie gehört? Dann unbedingt ausprobieren!

    Kanupolo verbindet ganz viele Elemente andere Sportarten und führt zu einer einzigartigen Disziplin zusammen: paddeln, passen, werfen, Körperkontakt, taktisches Geschick. Gespielt wird normalerweise im Duell Fünf-gegen-fünf. Und wie bei jeder anderen Ballsportart gilt: Das Runde muss ins Eckige. Klingt einfach? Ist es aber nicht. Und dennoch nicht schwer zu erlernen. Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will.

    Derzeit trainieren wir samstags abends im Hallenbad, ab 18 Uhr. Die Trainingszeiten für den Sommer werden wir im Spätwinter veröffentlichen. Geplant ist, dass wir im nächsten Jahr mit einer Mannschaft über 18 Jahren an den Start gehen. Und darunter auch ein Jugendteam gründen. (Tobias Nordmann)

    Hier ist ein Video zum Training im Hallenbad – produziert von Martina Gruss:

     

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    Die Kilometer sind nicht wichtig. Draußen sein ist wichtig.

     

    Der Schnappschuss hat einen Moment eingefangen, der spürbar mehr ist als nur dieser Moment. Ein Stück Leben eingerahmt in ein Bild. Es geht um eine Frau, die schon immer lieber draußen war als drinnen. Heute wie damals mit Anfang 20. Genau. Die junge Frau ist Heidi Meißner, und hier ist das Porträt.

    Heidi war schon immer Heidi. Nicht Adelheid, nicht Heidemarie – einfach Heidi. Geboren 1954 im ländlichen Esborn in Wetter. Nah an der Natur. Papa und Mama lassen das Kind draußen spielen. Der Onkel ist Pferdezüchter. „Ich bin praktisch draußen aufgewachsen.“

    Als Teenager reitet sie viel und ausdauernd. Und sie reitet nicht nur einfach so herum, wie man das als Pferdeliebhaber in unserer Gegend wohl oder übel eben tut. Sie reitet die Pferde zum Decken und dann wieder zurück – durchs Felder und Wiesen. Sie reitet Pferde so, wie sich das in einer Züchterei ergibt: mal aus Spaß, mal wegen irgendwelcher Erfordernisse des Zuchtbetriebes. Deswegen sitzt sie auf dem Foto auch so selbstverständlich auf dem Pferd, als würde sie da ganz natürlich hingehören.

    Schnitt, Zeitsprung

    Heidi ist die in ihrer grünen Tupperschüssel. Zarte Gestalt, aber zäh, bald 72 Jahre alt. Und in Gesellschaft immer am Plappern (sag ich). Stimmt doch gar nicht (sagt sie). Immer draußen. Sie kommt mit dem Fahrrad aus Herdecke, holt ihr Boot aus dem Schuppen und kajakt den Hengsteysee entlang. Sie paddelt so, wie ein Dieselmotor läuft, wenn er warm ist: Immer schön gleichmäßig, immer weiter. Weil es auch etwas Meditatives hat. Man lebt beim Paddeln sehr in der Gegenwart, und wenn man immer weiterpaddelt, kann man die Gegenwart so weit ausdehnen, dass sie nach hinten gesehen zur Vergangenheit wird und nach vorne die Zukunft berührt. Sie kajakt durch die Geographie Europas. Wieviele Kilometer sind es bis jetzt geworden? Ach Gott. Das Kilometerzählen… ist das denn so wichtig? Das Wichtige ist doch etwas anderes: Das Ungebunden sein. Entscheiden, ob man irgendwo einen Tag oder zwei oder drei bleibt, und dann weiterfahren. Sie wandert auch gerne zu Fuß oder mit dem Rad. Egal wie: Hauptsache, viel draußen. „Ich fühle mich draußen am wohlsten. Seit meiner Pensionierung bin ich nur noch draußen.“

    Und vorher war sie auch schon viel draußen. Von 13 Jahren an bis 26 ist sie viel geritten. In der Studienzeit: Reiten und Rudern. Auf Fehmarn hat sie einen Segelschein und einen Surfschein gemacht. Das ist auch ein Erbe ihrer Eltern, denn die liebten das Meer.

    Das Reiten hat in ihrer Studienzeit aufgehört. Weil ein Pferd kein Sportgerät ist, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen; man muss jeden Tag da sein, und sich um das Tier kümmern. „Das ging irgendwann nicht mehr“, sagt sie. Studium und Beruf brauchen halt auch ihre Zeit. Sie wurde Lehrerin und unterrichtete Mathe und Erdkunde. Aber ein Kajak, das ging. Sie ist zu Sport Schröer gefahren, hat ein leichtes GFK-Diolen-Kajak gekauft, hat das Boot ihren Eltern gezeigt und es dann in die Ruhr eingesetzt. Dort hat sie die Leute der Wittener Kanugemeinschaft kennengelernt. Zu der Zeit ist sie viel gefahren, hat auch drei Jahre ein Fahrtenbuch geführt, und dann keine Lust mehr gehabt – also auf das Fahrtenbuch. Auf das Kajakfahren schon.

    Heidi trug eine länger andauernde Begeisterung für Kanada mit sich herum, und als sie das erste mal eine Kanutour in Schweden gemacht hat, da dachte sie „das ist ja Kanada in klein.“ Es folgten etliche Touren in Schweden und Norwegen. In Dänemark, in Irland, auf Island, und ganz viel in Frankreich; da waren es unter anderem „die allen Kanuten bekannten Flüsse wie Ardeche, Tan, Dordogne, die Loire und auch weniger prominente Flüsse.“ Meistens schön, manchmal ziemlich anstrengend.

    In dieser ganzen Zeit von 1992 bis 2021 hat sie ihre Touren nicht in ein Fahrtenbuch eingetragen. Die Fahrt war das Ziel, nicht die Bilanz. Auch wenn die Fahrt schon mal zermürbend sein konnte: „Ich hatte mal eine Fahrt, da hat es vier Tage nur geregnet. Am dritten Tag waren alle Brocken nass.“ Aber es gibt dann die anderen Momente: Wenn man die Natur genießen kann, sich mal auf eine Kiesbank legen kann, oder einfach schwimmen geht.

    Dann gibt es noch einen Punkt, über den sie nicht gerne redet: 20 Jahre hat sie mit ihrem Lebensgefährten Ralf Touren gemacht. Dann kam die Coronazeit. Nach Corona wurde er schwer krank.

    Sie wollten noch so viele Touren machen, und dann war sie alleine.

    Im KCH hat sie sich zu den Winterpaddlern gesellt. Kommt nach wie vor mit dem Fahrrad, paddelt Kilometer um Kilometer, und wenn sonst keiner kommt, dann kommt Heidi und paddelt auch alleine.

    Und auf wieviel Kilometer kommt man nun, wenn man das so über Jahrzehnte macht, frage ich. Noch einmal. Antwort: Ach, so einmal um den Globus oder mehr.

    Das wird wohl hinkommen. Seit 2022 ist Heidi beim KCH. Bei uns hat sie wieder angefangen, Fahrten zu dokumentieren. Und da sind alleine 10 000 Kilometer zusammengekommen. Der Globus hat rund 40 000 Kilometer. Aber wie gesagt, das ist nicht wichtig.

    Wichtig sind ihr Geborgenheit und Freiheit. Wobei: „Freiheit ist nicht, tun zu können was man will, sondern nicht das tun zu müssen, was man nicht will.“ Die Geborgenheit ist mit ihrem Ralf weggebrochen. Die Freiheit ist geblieben.

    Und das draußen sein. Das gilt für die junge Frau auf dem Pferd genauso, wie für die 72-Jährige in ihrem Boot.

    (Ralf Schaepe)

     

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    Die Strömung soll es richten: Ausbaggern ist nicht mehr…

    Baggerschiffe bei der Arbeit (unten rechts) – etwa zwischen 1927 und 1929 – also zu der Zeit, als der Hengsteysee angelegt wurde.

    Der Hengsteysee wird absehbar nicht wieder ausgebaggert. Der Grund: Zu aufwendig, zu teuer. Um zu verhindern, dass der See über die Zeit immer mehr verlandet, plant der Ruhrverband etwas anderes: die Strömung im See könnte so geändert werden, dass sich Sediment nicht mehr ablagert, und dass auch bestehendes Sediment weggespült wird. Die Sache muss aber noch erforscht werden. 

    Die zunehmende Verlandung des Hengsteysees ist ein immer wiederkehrendes Thema – vor allem unter den Seglern, aber auch unter den Kanuten in unserem Verein, in den Nachbarvereinen und in den Gesprächen, die sowohl die IG-Hengsteysee als auch Stadt.Land.Ruhr mit dem Ruhrverband geführt haben. Und auch am Harkortsee taucht die Frage immer wieder auf: Wird der See nicht alle 30 Jahre oder so in etwa neu ausgebaggert? Nein, wird er nicht. Unser Gesprächspartner war in den letzten Monaten vor allem Christoph Gerbersmann als Finanzvorstand und damit als zweiter Vorsitzender des Ruhrverbandes Essen.

    Zuletzt wurde der See 1989 ausgebaggert, der Harkortsee wurde einige Jahre später auf durchschnittlich 2 m Wassertiefe gebracht. Dass sich das nicht wiederholen wird, hängt vor allem Mit Aufwand und Kosten zusammen.

    Ausbaggerung kostet mehr als 80 Mio Euro

    Nach Berechnungen des Ruhrverbandes kostet die Ausbaggerung alleine rund 20 Mio Euro – und zwar pro See. Das wäre aber nur der Sonderpreis, wenn man den ausgehobenen Schlamm direkt nebenan am Ufer deponieren könnte. Und genau das geht nicht mehr. Es gibt keine Flächen, Narturschutzgründe sprechen zudem dagegen, den belasteten Schlamm einfach irgendwo in die Botanik zu kippen. Gerbersmann: „An beiden Seen – und ganz dramatisch am Hengsteysee – ist praktisch null Fläche, auf der man ablagern könnte.“ Am Harkortsee gäbe es nur eine theoretische Fläche: Dort, wo derzeit der Campingplatz ist. Den zu räumen, gilt als politisch undurchsetzbar.

    Was man früher gemacht hat, nämlich am Hengsteyseeende Flächen einzudeichen und dahinter Schlamm aufzuspülen, bekäme man heute schlicht nicht mehr genehmigt.

    Bliebe noch, den Schlamm irgendwie irgendwo anders zu entsorgen. Das ist noch nicht konkret ausgerechnet worden, aber die Kosten für Entwässerung des Schlamms, Transport und Endlagerung dürften höher liegen, als die für die eigentliche Ausbaggerung. Das heißt: Die Gesamtkosten dürften mehr als 80 Mio Euro betragen.

    Auf der anderen Seite möchte auch der Ruhrverband den See als solchen erhalten – zumal das Pumpspeicherkraftwerk seinen Wasserbedarf nicht aus dem Trockenen schlürfen kann.

    Flach und mit Elodea verkrautet: Hengsteysee im Sommer. Die zunehmende Verladnung des Sees begünstigt auch das Wachstum der Elodea.

    Was der Ruhrverband stattdessen plant: Strömungsänderungen. Die Idee geht im Grundsatz so: Man verändert durch wasserbauliche Maßnahmen den Lauf der Strömung im Hengsteysee. Bislang wird die dominiert durch den Zulauf der Ruhr, den Ruhrlauf selbst, den Ablauf am Stauwehr, und sie wird ergänzt durch die Aktivität des Pumpspeicherwerkes.

    Eine neue Strömung soll es richten

    Der Ruhrverband hat die Uni Duisburg-Essen und die Fachhochschule Münster beauftragt, der ganzen Sache im Rahmen eines Forschungsauftrages auf den Grund zu gehen.

    Drei große Fragen sollen beantwortet werden:

    1.) Kann die Idee, den Strömungsverlauf durch wasserbauliche Maßnahmen zu ändern überhaupt funktionieren? Kann man die Sedimente im See auf andere Art umlagern und dadurch wieder Stauvolumen gewinnen?

    2.) Was bedeutet das für die Gebiete flussabwärts?

    3.) Welche Maßnahmen zur Reduzierung des Sedimenteintrages aus dem Oberlauf sind möglich?

    Insgesamt spielen bei dem Forschungsauftrag strömungstechnische Dinge eine Rolle, also: was passiert bei verschiedenen Wasserständen und Fließgeschwindigkeiten? Und: Was wären die ökologischen Konsequenzen?

    Schließlich will man vermeiden, dass das Ökogleichgewicht der Seen zusammenbricht, und man will auch vermeiden, dass sich die Sedimente flussabwärts irgendwo ungeplant sammeln. Konkreter kann man die Risiken noch nicht einschätzen, denn die Sache solle ja erst noch erforscht werden.

    W e n n die Beeinflussung der Strömung eine Lösung wäre, dann weiß man das nicht vor 2029 oder 2030, denn das Forschen braucht so viel Zeit. Und etwa zu diesem Zeitpunkt könnten dann erst wasserbauliche Projekte beginnen. Aber auch danach könne man nicht erwarten, dass der See wie eine Badewanne ausgespült wird. Man hofft eher, dass man das Sediment in der Nähe der Hauptströmung bewegen kann, den Hengsteysee zu verlassen.

    (Ralf Schaepe)