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    Ab jetzt ist Saison

    Unsere Terrasse war brommelbrammel voll, als die Kajaks und Kanadier angelegt hatten und der Kaffee gereicht war. Und ja, ich weiß, das Wort gibt es nicht. Aber ab und zu muss man ein Wort erfinden, um eine Sache richtig zu beschreiben.

    Morgens war es noch etwas frisch gewesen. Machte aber nichts, weil wir ein bisschen Zeit gebraucht hatten, um in die Gänge zu kommen. Wir hatten die Boote per Hänger zum KVS Schwerte gebracht. Und so ab 11 Uhr stiegen die Temperaturen langsam in Richtung Tageshöchstwerte von 15-16 Grad bei Sonne und Rückenwind.

    Das Vereinsgelände ins Schwerte ist einfach schön, und das Freizeitdrumherum schmeckte nach voller Lust auf Saisonbeginn. Die Ruhr führte recht ordentlich Wasser und gut gelaunt pfügten wir 29 Paddel durch den Fluss. Anke und Jörg legten kurz vor dem Stauwehr Westhofen noch einen beeindruckenden Drachenbootspurt hin und erklärten lässig, dass sie dieses Tempo schon seit Schwerte halten. Hm… ich recherchiere in der Sache noch…

    Am Stauwehr Westhofen ein paar mal ins Bütterken beißen, Boote schieben und weiter unten ins Wasser schubsen, dann waren wir wieder in unserem Revier. Take the long way home…

    Meine geplante Cinemascope-Aufnahme für einen prächtigen Monumentalfilm über die sonnenerleuchtete Durchfahrt der Kanuten unter der Eisenbahnbrücke Richtung Hengsteysee zum feierlichen Empfang am heimischen Steg muss leider durch pixelige Handyfotos ersetzt werden, weil die Drohne eine sehr rätselhafte Fehlermeldung abgab und fortan streikte. Aber die Heimfahrt ist auch so ausreichend zuverlässig dokumentiert und endete, wie schon erwähnt auf der Terrasse des KCH – immer noch bei feinem Früh-Frühlingswetter.

    Die Saison hat angefangen. Wir sind wieder da. Juchhe. Und hier ist die kleine Bildergalerie dazu – und es ist Iris Lollert, die auf dem Titelbild des Newsletters zu sehen ist.

    (Ralf Schaepe)

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    Podcast nur für Paddler

    Mit Podcasts ist das so eine Sache: Es gibt Leute, die können fast gar nicht mehr ohne. Und es gibt Leute, die wissen gerade mal, dass es so etwas gibt, haben aber noch nie einen verfolgt. Wenn sie dann zum ersten mal reinhören, gehören sie bald zu denen, die fast gar nicht mehr ohne

    Ein Podcast verfolgt konzentriert und so lange, wie es nötig ist, ein Thema. Und mit dem „Paddelschlag“ gibt es einen  Podcast vom Kanuverband NRW nur für Paddler. Zeit für ein Interview mit Jens Lüthge, er ist einer der Macher des „Paddelschlag“.

    Kanu-NRW-Geschäftsführer Jens Lüthge (links) mit Podcastmoderator Axel Tillmanns

     

     

    Jens, wie seid Ihr auf die Idee gekommen, den Podcast „Paddelschlag“ zu machen?

    Es gab schon länger Überlegungen den Kanusport auf digitalen Wegen mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Beim Blick in die Podcast-Landschaft war dann schnell klar: Einen umfassenden, regelmäßigen Podcast für Kanusport gab es in dieser Form noch nicht. Gleichzeitig gibt es sehr viel über den „schönsten Sport der Welt“ zu erzählen. Ausschlaggebend war dann ein Gespräch mit unserem Wandersport Fachwart Marc Huse und dem Moderator der „World of Paddling“ Axel Tillmanns auf der BOOT 2024. Das war der Impuls, den es benötigte, um das Projekt zu starten.

    Wie haben sich die Klickzahlen seit der ersten Episode entwickelt?

    Wir bemerken, dass es eine gewisse Masse an Stammhörern gibt. Es gibt aber dennoch starke Schwankungen bei den verschiedenen Folgen, die sicherlich größtenteils an der Themenauswahl liegen. Es gibt daher Folgen mit nur 300 Abrufen, aber auch Themen Folgen mit knapp 1.000 Abrufen.

    Wie findet Ihr Eure Themen?

    Grundsätzlich möchten wir die Vielfalt des Kanusports – speziell in NRW – darstellen. Dabei haben wir uns zunächst an den Fachsparten und verschiedenen Disziplinen orientiert. In den ersten Folgen haben wir also unsere Expert*innen des Verbandes zu Wort kommen lassen. Es gibt kaum bessere Interview-Partner als unsere ehrenamtlich engagierten Personen, die sich für ihre Disziplin tagtäglich einsetzen und darin eine absolute Expertise aufweisen. Nach der Vorstellung des Sports und dessen Ausprägungen sind wird dann relativ schnell zu wichtigen Zukunftsthemen für unseren Sport übergegangen. Das Format wollten wir unbedingt auch nutzen, um vereinsrelevante Themen wie Digitalisierung und Kommunikation im Verein unterzubringen.

    Die Produktion lief zumindest zeitweise in einem professionellen Radiostudio. Hier: Axel Tillmanns mit Kanu-NRW-Jugendfachkraft Sandra Scholzen.

    Wie aufwendig ist es, so einen Podcast zu machen?

    Da kommt einiges zusammen. Allerdings gehen die einzelnen Arbeitsschritte mittlerweile doch recht fix. Nach der Themen- und Gesprächspartnerauswahl kommt es zur inhaltlichen Vorbereitung der Folge. Hier werden Fragen zusammengestellt, die das Thema vielseitig beleuchten. Dann wird mit Moderator und Gesprächsgast ein Termin koordiniert. Die Aufnahme selber dauert dann inkl. Vorbesprechung etwa 1,5 Stunden. Der größte Aufwand ist die Postproduktion, das übernimmt dankenswerterweise unser Moderator Axel Tillmanns ehrenamtlich. An dieser Stelle dafür nochmals ein herzliches DANKESCHÖN! Zuletzt erfolgt die Distribution – also die Veröffentlichung und Bewerbung der Folge auf unseren Kommunikationskanälen Homepage / App, Instagram und Facebook.

    In welchen Abständen erscheint der Paddelschlag?

    Die Podcast Folgen sollen im Abstand von 4 Wochen erscheinen. Dies ist manchmal durchaus ein sportliches Timing, da sowohl der Moderator, als auch die Gesprächsteilnehmer in der Regel ehrenamtlich agieren.

    Kann ich den Paddelschlag abonnieren, und wenn ja: Wie?

    Ja, das ist natürlich möglich. Auf den Plattformen auf denen der Podcast erscheint gibt es meist ein kleines Symbol mit einer „Glocke“. Wenn man dort darauf klickt, verpasst man keine Folge mehr. Vielleicht noch ganz interessant: Der Podcast kann auch ganz normal über einen Internet-Browser abgespielt werden. Man braucht also kein Abo oder ähnliches. www.paddelschlag-podcast.podigee.io

    Die Fotos zeigen Euch in einem professionellen Aufnahmestudio. Wie seid Ihr daran gekommen?

    Wir hatten das Glück, dass wir im Abendbereich ein Radiostudio nutzen konnten. Das ist seit Anfang des Jahres leider nicht mehr nutzbar. Wir haben allerdings eine sehr gute Alternative gefunden.

    Für Podcaster oder solche, die es werden wollen: Welches Equipment empfehlt Ihr Leuten, die mit einem Podcast starten wollen?

    Das bin ich leider etwas überfragt, da die technische Seite unser Moderator Axel betreut.

    Axel Tillmanns mit dem Sportmarketingexperten und LSB-Berater Dirk Schröter.

    Als Podcastplattform ist podigee allerdings durchaus empfehlenswert. Darüber kann der Podcast sehr einfach eingespielt werden. Zudem können die Folgen darin analysiert werden und auch Statistiken abgerufen werden.

    Ihr seit jetzt seit gut 1  3/4 Jahren on air. Welche Reaktionen habt Ihr von den Paddlern bekommen?  

    Bislang eigentlich nur positives Feedback und ein paar Anregungen, die wir versuchen einfließen zu lassen. Meist kommt das Feedback dann auch direkt bei den Gesprächspartnern an. Kürzlich hatten wir die Anregung mehr weibliche Gesprächspartner*innen in den Podcast aufzunehmen. In der Tat sind Frauen noch etwas unterrepräsentiert – genau wie übrigens in den meist ehrenamtlichen Ämter in den Vereinen. Aber wir nehmen diese Wünsche auf und versuchen sie umzusetzen. Dadurch können wir auch ein Zeichen setzen.

    Welchen Vorteil bietet euch ein solches Format?

    Aus meiner Sicht haben wir ein neues, zeitgemäßes Format, um den Kanusport darzustellen und die Lücke im Bereich der Podcasts zu schließen. Andererseits können wir Kanut*innen und Vereine auf diesem Weg mit Informationen versorgen und auch gelegentlich einige Ideen, Impulse und Denkanstöße zu geben, die sie für die eigene Sportausübung oder Vereinsarbeit einsetzen können. Beispielsweise haben wir anfänglich auch stark das Thema „Sicherheit“ inhaltlich betont. Als Verband können wir somit außerdem auch unsere Leistungen und Services nochmals gut platzieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass unsere Folgen möglichst zeitlos sind und auch später noch gut hörbar sind. Vielleicht haben einige Kanut*innen ja das Format Podcast noch gar nicht für sich entdeckt. Aber das kann ja noch kommen.

    Plant Ihr auch, Touren für Wanderfahrer zu besprechen oder zu empfehlen?

    Die zukünftigen Themen sind noch recht offen. Grundsätzlich wollen wir uns nicht zu sehr einem bestimmten Thema im Kanusport widmen, ab der das Thema Fahrtenplanung ist sicherlich eine großes und relevantes Thema, das eine ganz Folge wert ist. 😉

    (Ralf Schaepe)

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    Und ewig lockt das gute Gemüse…

    Traditionell begannen wir das neue Jahr mit unserer Grünkohlwanderung.

    35 Vereinsmitglieder trafen sich am 18.Januar bei herrlichem Winterwetter in der Selbecke am Hotel Auf´m Kamp. Von dort ging es durch das Selbecker Bachtal über 2 Strecken hinauf zum Kaiser Friedrich Turm. In der wirklich gemütlichen Turmgaststätte gab es für die eifrigen Wanderer eine kleine Stärkung.

    Wir konnten auf den Kaiser Friedrich Turm steigen und hatte einen tollen Ausblick bis zum Westfalenstadion. Nach dieser recht ausgedehnten Pause ging es dann zügig zurück zum Hotel Auf´m Kamp und wurden dort mit reichlich Grünkohl empfangen. Es wurde viel gequatscht, gelacht und nach 2 Stunden traten wir satt und zufrieden den Heimweg an.
    (Ralf Kuhenne)

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    Kanupoloteam sucht Kanupolospieler

    Es war einst eine Tradition beim Kanu-Club Hagen und erlebt nun eine kleine Renaissance: die Kanupolo-Abteilung hat sich im Sommer 25 neu gegründet. Kanupolo, nie gehört? Dann unbedingt ausprobieren!

    Kanupolo verbindet ganz viele Elemente andere Sportarten und führt zu einer einzigartigen Disziplin zusammen: paddeln, passen, werfen, Körperkontakt, taktisches Geschick. Gespielt wird normalerweise im Duell Fünf-gegen-fünf. Und wie bei jeder anderen Ballsportart gilt: Das Runde muss ins Eckige. Klingt einfach? Ist es aber nicht. Und dennoch nicht schwer zu erlernen. Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will.

    Derzeit trainieren wir samstags abends im Hallenbad, ab 18 Uhr. Die Trainingszeiten für den Sommer werden wir im Spätwinter veröffentlichen. Geplant ist, dass wir im nächsten Jahr mit einer Mannschaft über 18 Jahren an den Start gehen. Und darunter auch ein Jugendteam gründen. (Tobias Nordmann)

    Hier ist ein Video zum Training im Hallenbad – produziert von Martina Gruss:

     

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    Die Kilometer sind nicht wichtig. Draußen sein ist wichtig.

     

    Der Schnappschuss hat einen Moment eingefangen, der spürbar mehr ist als nur dieser Moment. Ein Stück Leben eingerahmt in ein Bild. Es geht um eine Frau, die schon immer lieber draußen war als drinnen. Heute wie damals mit Anfang 20. Genau. Die junge Frau ist Heidi Meißner, und hier ist das Porträt.

    Heidi war schon immer Heidi. Nicht Adelheid, nicht Heidemarie – einfach Heidi. Geboren 1954 im ländlichen Esborn in Wetter. Nah an der Natur. Papa und Mama lassen das Kind draußen spielen. Der Onkel ist Pferdezüchter. „Ich bin praktisch draußen aufgewachsen.“

    Als Teenager reitet sie viel und ausdauernd. Und sie reitet nicht nur einfach so herum, wie man das als Pferdeliebhaber in unserer Gegend wohl oder übel eben tut. Sie reitet die Pferde zum Decken und dann wieder zurück – durchs Felder und Wiesen. Sie reitet Pferde so, wie sich das in einer Züchterei ergibt: mal aus Spaß, mal wegen irgendwelcher Erfordernisse des Zuchtbetriebes. Deswegen sitzt sie auf dem Foto auch so selbstverständlich auf dem Pferd, als würde sie da ganz natürlich hingehören.

    Schnitt, Zeitsprung

    Heidi ist die in ihrer grünen Tupperschüssel. Zarte Gestalt, aber zäh, bald 72 Jahre alt. Und in Gesellschaft immer am Plappern (sag ich). Stimmt doch gar nicht (sagt sie). Immer draußen. Sie kommt mit dem Fahrrad aus Herdecke, holt ihr Boot aus dem Schuppen und kajakt den Hengsteysee entlang. Sie paddelt so, wie ein Dieselmotor läuft, wenn er warm ist: Immer schön gleichmäßig, immer weiter. Weil es auch etwas Meditatives hat. Man lebt beim Paddeln sehr in der Gegenwart, und wenn man immer weiterpaddelt, kann man die Gegenwart so weit ausdehnen, dass sie nach hinten gesehen zur Vergangenheit wird und nach vorne die Zukunft berührt. Sie kajakt durch die Geographie Europas. Wieviele Kilometer sind es bis jetzt geworden? Ach Gott. Das Kilometerzählen… ist das denn so wichtig? Das Wichtige ist doch etwas anderes: Das Ungebunden sein. Entscheiden, ob man irgendwo einen Tag oder zwei oder drei bleibt, und dann weiterfahren. Sie wandert auch gerne zu Fuß oder mit dem Rad. Egal wie: Hauptsache, viel draußen. „Ich fühle mich draußen am wohlsten. Seit meiner Pensionierung bin ich nur noch draußen.“

    Und vorher war sie auch schon viel draußen. Von 13 Jahren an bis 26 ist sie viel geritten. In der Studienzeit: Reiten und Rudern. Auf Fehmarn hat sie einen Segelschein und einen Surfschein gemacht. Das ist auch ein Erbe ihrer Eltern, denn die liebten das Meer.

    Das Reiten hat in ihrer Studienzeit aufgehört. Weil ein Pferd kein Sportgerät ist, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen; man muss jeden Tag da sein, und sich um das Tier kümmern. „Das ging irgendwann nicht mehr“, sagt sie. Studium und Beruf brauchen halt auch ihre Zeit. Sie wurde Lehrerin und unterrichtete Mathe und Erdkunde. Aber ein Kajak, das ging. Sie ist zu Sport Schröer gefahren, hat ein leichtes GFK-Diolen-Kajak gekauft, hat das Boot ihren Eltern gezeigt und es dann in die Ruhr eingesetzt. Dort hat sie die Leute der Wittener Kanugemeinschaft kennengelernt. Zu der Zeit ist sie viel gefahren, hat auch drei Jahre ein Fahrtenbuch geführt, und dann keine Lust mehr gehabt – also auf das Fahrtenbuch. Auf das Kajakfahren schon.

    Heidi trug eine länger andauernde Begeisterung für Kanada mit sich herum, und als sie das erste mal eine Kanutour in Schweden gemacht hat, da dachte sie „das ist ja Kanada in klein.“ Es folgten etliche Touren in Schweden und Norwegen. In Dänemark, in Irland, auf Island, und ganz viel in Frankreich; da waren es unter anderem „die allen Kanuten bekannten Flüsse wie Ardeche, Tan, Dordogne, die Loire und auch weniger prominente Flüsse.“ Meistens schön, manchmal ziemlich anstrengend.

    In dieser ganzen Zeit von 1992 bis 2021 hat sie ihre Touren nicht in ein Fahrtenbuch eingetragen. Die Fahrt war das Ziel, nicht die Bilanz. Auch wenn die Fahrt schon mal zermürbend sein konnte: „Ich hatte mal eine Fahrt, da hat es vier Tage nur geregnet. Am dritten Tag waren alle Brocken nass.“ Aber es gibt dann die anderen Momente: Wenn man die Natur genießen kann, sich mal auf eine Kiesbank legen kann, oder einfach schwimmen geht.

    Dann gibt es noch einen Punkt, über den sie nicht gerne redet: 20 Jahre hat sie mit ihrem Lebensgefährten Ralf Touren gemacht. Dann kam die Coronazeit. Nach Corona wurde er schwer krank.

    Sie wollten noch so viele Touren machen, und dann war sie alleine.

    Im KCH hat sie sich zu den Winterpaddlern gesellt. Kommt nach wie vor mit dem Fahrrad, paddelt Kilometer um Kilometer, und wenn sonst keiner kommt, dann kommt Heidi und paddelt auch alleine.

    Und auf wieviel Kilometer kommt man nun, wenn man das so über Jahrzehnte macht, frage ich. Noch einmal. Antwort: Ach, so einmal um den Globus oder mehr.

    Das wird wohl hinkommen. Seit 2022 ist Heidi beim KCH. Bei uns hat sie wieder angefangen, Fahrten zu dokumentieren. Und da sind alleine 10 000 Kilometer zusammengekommen. Der Globus hat rund 40 000 Kilometer. Aber wie gesagt, das ist nicht wichtig.

    Wichtig sind ihr Geborgenheit und Freiheit. Wobei: „Freiheit ist nicht, tun zu können was man will, sondern nicht das tun zu müssen, was man nicht will.“ Die Geborgenheit ist mit ihrem Ralf weggebrochen. Die Freiheit ist geblieben.

    Und das draußen sein. Das gilt für die junge Frau auf dem Pferd genauso, wie für die 72-Jährige in ihrem Boot.

    (Ralf Schaepe)

     

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    Die Strömung soll es richten: Ausbaggern ist nicht mehr…

    Baggerschiffe bei der Arbeit (unten rechts) – etwa zwischen 1927 und 1929 – also zu der Zeit, als der Hengsteysee angelegt wurde.

    Der Hengsteysee wird absehbar nicht wieder ausgebaggert. Der Grund: Zu aufwendig, zu teuer. Um zu verhindern, dass der See über die Zeit immer mehr verlandet, plant der Ruhrverband etwas anderes: die Strömung im See könnte so geändert werden, dass sich Sediment nicht mehr ablagert, und dass auch bestehendes Sediment weggespült wird. Die Sache muss aber noch erforscht werden. 

    Die zunehmende Verlandung des Hengsteysees ist ein immer wiederkehrendes Thema – vor allem unter den Seglern, aber auch unter den Kanuten in unserem Verein, in den Nachbarvereinen und in den Gesprächen, die sowohl die IG-Hengsteysee als auch Stadt.Land.Ruhr mit dem Ruhrverband geführt haben. Und auch am Harkortsee taucht die Frage immer wieder auf: Wird der See nicht alle 30 Jahre oder so in etwa neu ausgebaggert? Nein, wird er nicht. Unser Gesprächspartner war in den letzten Monaten vor allem Christoph Gerbersmann als Finanzvorstand und damit als zweiter Vorsitzender des Ruhrverbandes Essen.

    Zuletzt wurde der See 1989 ausgebaggert, der Harkortsee wurde einige Jahre später auf durchschnittlich 2 m Wassertiefe gebracht. Dass sich das nicht wiederholen wird, hängt vor allem Mit Aufwand und Kosten zusammen.

    Ausbaggerung kostet mehr als 80 Mio Euro

    Nach Berechnungen des Ruhrverbandes kostet die Ausbaggerung alleine rund 20 Mio Euro – und zwar pro See. Das wäre aber nur der Sonderpreis, wenn man den ausgehobenen Schlamm direkt nebenan am Ufer deponieren könnte. Und genau das geht nicht mehr. Es gibt keine Flächen, Narturschutzgründe sprechen zudem dagegen, den belasteten Schlamm einfach irgendwo in die Botanik zu kippen. Gerbersmann: „An beiden Seen – und ganz dramatisch am Hengsteysee – ist praktisch null Fläche, auf der man ablagern könnte.“ Am Harkortsee gäbe es nur eine theoretische Fläche: Dort, wo derzeit der Campingplatz ist. Den zu räumen, gilt als politisch undurchsetzbar.

    Was man früher gemacht hat, nämlich am Hengsteyseeende Flächen einzudeichen und dahinter Schlamm aufzuspülen, bekäme man heute schlicht nicht mehr genehmigt.

    Bliebe noch, den Schlamm irgendwie irgendwo anders zu entsorgen. Das ist noch nicht konkret ausgerechnet worden, aber die Kosten für Entwässerung des Schlamms, Transport und Endlagerung dürften höher liegen, als die für die eigentliche Ausbaggerung. Das heißt: Die Gesamtkosten dürften mehr als 80 Mio Euro betragen.

    Auf der anderen Seite möchte auch der Ruhrverband den See als solchen erhalten – zumal das Pumpspeicherkraftwerk seinen Wasserbedarf nicht aus dem Trockenen schlürfen kann.

    Flach und mit Elodea verkrautet: Hengsteysee im Sommer. Die zunehmende Verladnung des Sees begünstigt auch das Wachstum der Elodea.

    Was der Ruhrverband stattdessen plant: Strömungsänderungen. Die Idee geht im Grundsatz so: Man verändert durch wasserbauliche Maßnahmen den Lauf der Strömung im Hengsteysee. Bislang wird die dominiert durch den Zulauf der Ruhr, den Ruhrlauf selbst, den Ablauf am Stauwehr, und sie wird ergänzt durch die Aktivität des Pumpspeicherwerkes.

    Eine neue Strömung soll es richten

    Der Ruhrverband hat die Uni Duisburg-Essen und die Fachhochschule Münster beauftragt, der ganzen Sache im Rahmen eines Forschungsauftrages auf den Grund zu gehen.

    Drei große Fragen sollen beantwortet werden:

    1.) Kann die Idee, den Strömungsverlauf durch wasserbauliche Maßnahmen zu ändern überhaupt funktionieren? Kann man die Sedimente im See auf andere Art umlagern und dadurch wieder Stauvolumen gewinnen?

    2.) Was bedeutet das für die Gebiete flussabwärts?

    3.) Welche Maßnahmen zur Reduzierung des Sedimenteintrages aus dem Oberlauf sind möglich?

    Insgesamt spielen bei dem Forschungsauftrag strömungstechnische Dinge eine Rolle, also: was passiert bei verschiedenen Wasserständen und Fließgeschwindigkeiten? Und: Was wären die ökologischen Konsequenzen?

    Schließlich will man vermeiden, dass das Ökogleichgewicht der Seen zusammenbricht, und man will auch vermeiden, dass sich die Sedimente flussabwärts irgendwo ungeplant sammeln. Konkreter kann man die Risiken noch nicht einschätzen, denn die Sache solle ja erst noch erforscht werden.

    W e n n die Beeinflussung der Strömung eine Lösung wäre, dann weiß man das nicht vor 2029 oder 2030, denn das Forschen braucht so viel Zeit. Und etwa zu diesem Zeitpunkt könnten dann erst wasserbauliche Projekte beginnen. Aber auch danach könne man nicht erwarten, dass der See wie eine Badewanne ausgespült wird. Man hofft eher, dass man das Sediment in der Nähe der Hauptströmung bewegen kann, den Hengsteysee zu verlassen.

    (Ralf Schaepe)

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    Da ist ’ne Menge passiert…

    2025 nach Chr. Geburt. Ganz Deutschland ist von schlechter Stimmung befallen.

    Politisch, wirtschaftlich und sonstwie kann man das vergangene Jahr in die Tonne kloppen. Sagen viele so. Nur ein kleiner Verein am Hengsteysee hört nicht auf, der schlechten Stimmung Widerstand zu leisten. Auch da ist das Leben nicht immer leicht – aber es gibt Grund zur Hoffnung, und ein paar Fundamente wurden im Jahr 2025 gelegt.

    Tasächlich ist im letzten Jahr eine Menge passiert – will sagen: Es wurde in die Substanz und in die Verbesserung von Verein und Vereinsheim investiert.

    Im Einzelnen:

    Der Flur ist saniert worden – Kostenpunkt: 12 000 Euro insgesamt. Davon wurden 80 % über einen Fördertopf der Stiftung der Sparkasse an Volme und Ruhr übernommen. Vom Vereinskonto flossen also nur 2000 Euro.

    Früh im Jahr 2025 wurden die morschen Holzstege der Segler gegen Gitterroste ausgetauscht. Die Roste sind bereits 2024 angeschafft worden, aber die Arbeiten und damit das sichtbare Ergebnbis gab es 2025.

    Die Kanupolospieler bekamen vier nagelneue Poloboote und die dazugehörigen Paddel. Von den Gesamtkosten über 3200 Euro hat die Bezirksvertretung Nord 1500 Euro aus ihren Mitteln beigesteuert – auch hier eine satte Ersparnis für den Verein.

    Der KCH hat bei den Fördermitteln aufgepasst – und viel Geld gespart

    Ein neuer Aufsitzrasenmäher ist angeschafft worden, der Saunaofen war kaputt und wurde ersetzt, die Spülkästen im Toilettenraum sind erneuert worden. Dazu haben wir auch einen neuen Schwung Vereinskleidung bekommen, so dass wir auf Vereinsveranstaltungen angemessen gekleidet herumlaufen können. Das war zwar keine Investition, weil die Mitglieder ja ihre Kleidung selbst bezahlen – aber es ist auch eine Verbesserung in Sachen Außendarstellung im Jahr 2025.

    Im Vereinsbus muss man nicht mehr frieren, wenn es kühl ist: Das Fahrzeug wurde fit gemacht und hat nun einen neuen Zahnriemen, neue Allwetterreifen – und eine wieder funktionierende Heizung.

    Im Glaskasten, im Fitnessraum und in den Umkleiden sorgt eine Wärmepumpe schnell für angenehme Raumtemperatur – ein echter Komfortgewinn, gerade, wenn man im Winter und in den Übergangszeiten von draußen kommt. Und ein echtes Schnäppchen: Die Wärmepumpe hat summasummarum mit 15 000 Euro zu Buche geschlagen. Eine Förderung über das Servicezentrum Sport in Hagen hat davon 7000 Euro übernommen und den Kostenblock damit deutlich verringert.

    Fazit: Der KCH ist hübscher, präsentabler, praktischer und sicherer (Stege) geworden. Und frieren müssen wir auch nicht.

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    Nikolausfahrt 2025 auf der Weser

    Mit14 Paddler/innen in zwei 7-er Kanadiern verbrachten wir zwei herrliche Paddeltage (vom 29.11.2025 bis 30.11.2025) auf der Weser. Natürlich mit Nikolausmütze. Ohne die wäre ein Mitpaddeln nicht möglich gewesen. Das strenge Auge des Fahrtenleiters Klaus, ließ keine Ausnahme zu!

    Das Wetter spielte halbwegs mit; kein Regen! Für die Jahreszeit zu warm.

    So sollte es die beiden Tage auch bleiben.

    Einige Wohnwagenfahrer/innen hatte sich schon einen Tag zuvor am Rintelner Kanuclub niedergelassen, so dass die andere Hälfte der Teilnehmer/innen mit dem Bus, Hänger und den aufgeladenen Kanadiern pünktlich um 7.00 Uhr den Kanu Club Hagen verließen.

    Fahrer war wie in den letzten Jahren Ralf, der leider ohne Unterstützung von Birgit die Augen nun selbständig aufhalten musste, während die Mitreisenden weiterhin ihre Augen pflegen konnten.

    Noch bevor die Boote abgeladen und ins Wasser gelassen wurden, kam der Nikolaus mit einer Überraschung, unterstützt von Dorothe, die ihm beim Packen der Präsente zuvor half.

     

     

    Der Start war in Hameln am Samstag für 9.30 Uhr festgelegt worden, um gegen 14.00 Uhr in Rinteln anzukommen

    Die Steuermänner versuchten die Boote nach Gewichtsklasse und Seitenlage (Back- Steuerbootseite sollte möglichst ausgewogen sein), sowie nach Paddelvermögen zu besetzten, um eine gleichmäßige Geschwindigkeit und Geradeauslauf der Boote zu gewährleisten.

    Aber, alle Paddler/innen hatten Ihre Lieblingsseite oder eine(n) Lieblingsnachbarin oder Lieblingsnachbarn. Also mussten die Steuermänner ordentlich „ackern“.

    In Großenwieden, etwa auf halber Strecke nach 14 km, machten wir eine ausgiebige Pause. Diesmal waren die Toiletten geöffnet, so dass ein Halt unterwegs nicht nötig war, denn um der Kälte nicht nur durch kräftiges Paddeln zu entgehen, wurde auch der Blutkreislauf durch Zufuhr von entsprechender Flüssigkeit mit Nuss- und Birnengeschmack angeregt.

    Dieser Umstand beflügelte die gute Laune an Bord enorm, so dass das ein oder andere Lied gesungen wurde, wobei sich Marlis durch Textsicherheit einen Namen machte.

    Als wir in Rinteln gegen 14.30 Uhr ankamen, hatte Dorothe schon für den gedeckten Kaffeetisch im Bootshaus gesorgt, so dass wir in gemütlicher Runde den selbstgebackenen Kuchen genießen konnten, bevor sich vier Fahrer in Richtung Porta aufmachten, um den Bus mit Hänger und zwei PKWs zur Aussatzstelle zu bringen.

    Es gab auch alte Elvissongs

     

    Dann ging es gegen 17.00 Uhr in Richtung Rinteln – Innenstadt auf den anheimelnden Weihnachtsmarkt mit seiner bewundernswerten Illumination und dem köstlichen Angebot an Speisen und Getränken.

    Auf der Bühne spielte ein Duo alte Elvis Songs. Die Rhythmen ließen unsere Hüften schwingen und der Glühwein tat sein Eigenes dazu.

    Wie schon in den Jahren zuvor, wurden wir im Restaurant freundlich empfangen und zuvorkommend bedient. Wir konnten uns an den vielfältigen Speisen laben und genossen die Wärme. Alle verließen hochzufrieden das Lokal in Richtung Kanuclub und vergaßen auch nicht noch einen Absacker auf dem Weihnachtsmarkt für die Verdauung zu nehmen.

    Am Sonntag gestaltete sich das Frühstück durch ein großes, mitgebrachtes Angebot an Käse, Aufschnitt, Marmelade und Brot aller Sorten. Auch das Müsli durfte nicht fehlen.

    Die Bootsbesatzung änderte sich. Marlis verließ das Boot und Dorothe übernahm ihren Platz, so dass die Mannschaft wieder komplett war.

    Am ersten Tag waren es 28 km; am zweiten werden es 24 km sein, mit einer Pause in Veltheim an der Fähre, die im Winter den Betrieb einstellt.

    Gut gestärkt ging es auf den Bach für die letzten 12 Flusskilometer bis zum Ausstieg nach Vössen.

    Die Boote wurden verladen. Die Gruppe trennte sich. Einige fuhren mit dem Bus zurück nach Hagen, die anderen bestiegen die abgestellten PKWs, um in Rinteln die Wohnwagen abzuholen.

    Der Abschied nach einer derart erlebnisreichen Paddeltour ist immer mit Wehmut und der Hoffnung auf weitere tolle Vereinsfahrten verbunden, möglichst auch im Dezember 2026.

    Klaus Manegold

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    Wanderglück mit Glörtalblick

    Am 19. Oktober um 10.00 Uhr versammelten sich elf Wandersleute gut gelaunt und bei trockenem Wetter am Haus Glörtal. Vorbereitet hatten die Tour Dorothe (Organisation) und Klaus (Wanderführer).

     

    Der Wanderführer hatte aus unerfindlichen Gründen seine Wanderjacke zuhause vergessen. Wie gut, dass Heike in ihrem überraschend gehaltvollen Rucksack noch ein Daunenjäckchen dabei hatte.

    Etwa acht Kilometer ging es anschließend auf einem Höhenweg um die Glörtalsperre mit immer wieder herrlichen Aussichten auf die herbstlich gefärbte Landschaft. Auf der Höhe blies der Wind kräftig, aber die stärkende Eierlikörpause konnte windgeschützt eingenommen werden!

    Im anschließenden Sonnenschein und nach anregenden Gesprächen trafen alle wohlbehalten um 12.30 Uhr an der Gaststätte ein, noch nicht ahnend, dass das Essen erst um 14.00 Uhr auf ihren Tellern landen sollte. Aber selbst diese Unannehmlichkeit wurde weggespült und durch das verspätete schmackhafte Essen wieder wett gemacht. Ein wirklich schöner Sonn(en)tag!

    Dorothe

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    Kajak-Tetris mit Übersicht

    Der Lagerung unserer Boote (und zum Teil auch von Wohnwagen und Wohnmobilen) wohnt eine Herausforderung inne: Sie ist von Veränderungen geprägt und damit dynamisch. Demgegenüber steht der Wunsch der Besitzer nach statischen Verhältnissen.

    Ok, das ist jetzt ein bisschen verschwiemelt ausgedrückt, umschreibt die Lage aber trotzdem treffend…

    Willkommen beim Kajak-Tetris, das immer aufs neue knifflig ist: Ein neues Boot ist zu lang für einen Lagerplatz, der noch frei ist. Aber da, wo die Länge passend wäre, liegt ein anderes Boot. Das würde zwar wiederum anderswo liegen können, aber dann gibt es ein neues Problem: Es liegt woanders. Und das sorgt für Ärger mit den Bootsbesitzern.

    Das alles am Ende passend zu machen ist, nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Um Übersicht zu schaffen, hat Siegfried Skerra ein kleines Tool entwickelt. Auf unserer Mitgliederseite im Internet findet Ihr es. Geht im Mitgliederbereich zum Menüpunkt
    1. „Inventar Boote, WoWa, Segelboote“.

    2. Gebt oben im Suchfeld den Bootsnamen oder den Besitzernamen ein.

    3. Ihr bekommt dann den Einlagerungsort angezeigt.

    Siggi hat den Menüpunkt so gestrickt, dass es weitere Funktionen gibt. Die sind:

    Besitzername eingeben: Man bekommt eine Auflistung welche Sachen ich eingelagert habe, also: Boot, Wohnwagen, Wohnmobil.

    VE für „Vereinseigentum“ eingeben: Man bekommt eine Liste der Vereinsboote.

    Polo: ergibt eine Übersicht über die Poloboote.

    Das ändert zwar nicht das Grundproblem (Ihr wisst schon: Dynamische Lage), sorgt aber für mehr Übersicht.